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Gedanken zur Hundezucht Teil 2

Im ersten Teil habe ich Ihnen erklärt, welche Funktion der VDH als zuchtbuchführendes Organ in unserer Rasse hat. Heute stelle ich Ihnen die Arbeit des Zuchtwartes vor, der vom VDH bestellt wird.


Wir haben einen Wurf. Zum Beispiel unser N Wurf. Welpen aus der Grac‘n Kellys Asta Nielsen ( Hilde) x dem dänischen Rüden Gårdbanditten Eventyrlige Eico.



Natürlich ist die Geburt immer aufregend. In diesem Fall war es eine Bilderbuchgeburt. Die Welpen kamen schnell. Der Hündin ging es sehr gut und die Kleinen bekamen sofort ihre Kolostralmilch.


Die Welpen haben bei Geburt ein Gewicht zwischen 170 und 220 Gramm. Das ist also wirklich unterschiedlich. Nach meinen Beobachtungen hat das Gewicht nicht wirklich Einfluss auf die spätere Grösse. Sehr wohl aber auf die Substanz, dh Knochenstärke, Breite des Brutskorbs etc


Nach etwa 1 Woche Schlafen und Trinken, in der die Babies ihr Gewicht verdoppeln ( also eine enorme Energieleistung der Hündin), kommt erstmalig die Bürokratie ins Spiel.


Der VDH schickt zur Kontrolle einen Zuchtwart ins Haus! Was ist also ein Zuchtwart ?


Ein Zuchtwart im Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) e.V. ist eine speziell geschulte, erfahrene Person, die von Rassehundezuchtvereinen ernannt wird, um die Einhaltung der VDH-Zuchtbestimmungen zu überwachen. Zu den Kernaufgaben gehören die Kontrolle der Zuchtstätten, die Beratung der Züchter und die offizielle Wurfabnahme. 


  • Zuchtstättenabnahme: Sie kontrollieren, ob Zuchtstätten den tierschutzrechtlichen und vereinsinternen Vorgaben entsprechen.

  • Wurfabnahme: Vor der Abgabe werden die Welpen vom Zuchtwart untersucht (Gesundheitszustand, Wesen, korrekte Kennzeichnung wie Chip/Tattoo).

  • Kontrollorgan: Sie überwachen das Zuchtgeschehen und melden Unkorrektheiten an den Zuchtleiter.

  • Voraussetzungen: Meist sind sie erfahrene Züchter, die nach Weiterbildungen in Genetik und Zuchtwesen von ihrem Verein berufen werden. 


Zuchtwarte fungieren somit als wesentliche Schnittstelle zwischen dem Verein und dem Züchter, um die Qualität und Gesundheit in der Rassehundezucht zu sichern. Das ist auch für Sie, als Nicht-Insider, nochmal eine Garantie, daß alles mit rechten Dingen zu geht.


Ich weiss nicht warum, aber bei uns kommt der Zuchtwart gleich zweimal. Einmal in der ersten Woche und dann nochmal am Ende, vor Abgabe der Welpen. Das ist die umfassendere Kontrolle, da die Babies jetzt soweit sind, dass alles richtig angesehen werden kann (Augen, Hodenstand, Nabelbruch, Fellsubstanz, Bewegung etc)


Ich habe hier den Besuch meiner Zuchtwartin bei der Erstbesichtigung mal auf Video festgehalten. Seht selbst:



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1 Kommentar


broskebernd
vor 3 Tagen

Korrekt und verständlich beschrieben.

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